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Pressemeldung vom 02. September 2004
(Siegener Zeitung)

Auf der L 279 geschieht in diesem Jahr nichts mehr

Ausbau war angekündigt, doch noch gibt es keine Ausschreibung

thor Friesenhagen: „Das Schlimme ist, dass Versprechen nicht eingehalten werden", meint ein betrübter Ortsbürgermeister Werner Würden. Vor sich sieht er die berühmt-berüchtigten Schlaglöcher und Unebenheiten der L279 zwischen Wingendorf und Friesenhagen, hinter ihm stehen die Parteifreunde von der CDU. Die Christdemokraten hatten gestern zu einem Ortstermin nach Engelshäuschen eingeladen, um mitzuteilen, dass es nichts mitzuteilen gibt. Und trotzdem hat die Sache einen Nachrichtenwert: Der im Wahlkampf so vollmundig für den „Spätsommer 2004“ angekündigte (Teil-)Ausbau der maroden Landesstraße lässt weiter auf sich warten. Weiterhin versuchen die Fahrer von Autos, Lkw, Bussen und Traktoren die allerhöchste Aufmerksamkeit fordernde Strecke unfallfrei zu passieren - von Baumaschinen fehlt jede Spur.

Kein Wunder: Wie die SZ gestern beim Landesbetrieb Straßen und Verkehr in Koblenz in Erfahrung brachte, ist es noch nicht einmal zu einer Ausschreibung der Arbeiten gekommen. Die seien in Vorbereitung, hieß es. Von einem Termin im Spätsommer hatte man in Koblenz noch nichts gehört.

Wer das Geschäft kennt, weiß nun um die Konsequenzen. Nach einer Ausschreibung dauert es mehrere Wochen, bis der mindestbietende Anbieter beauftragt werden kann. Und kein Friesenhagener sollte ernsthaft damit rechnen, dass man im nicht gerade von der Sonne verwöhnten Wildenburger Land eine Winterbaustelle auf einer schmalen Landesstraße riskiert.

Zusammen mit Ortsbürgermeister Würden beklagten gestern auch CDU-Ortsverbandsvorsitzender Herbert Hombach und Fraktionssprecher Tobias Kappenstein, dass seit Jahren ein Ausbau versprochen werden - doch geschehen sei nie etwas außer notdürftigen Ausbesserungen. Die entpuppen sich mittlerweile übrigens als zusätzliche Gefahrenquelle. Nach Angaben von Kappenstein sind Längsrillen aufgebrochen, die Motorradfahrer schnell zu Fall bringen können.

Warum sich auf der L 279 nichts tut, wissen die Christdemokraten nicht. An dem Verfahren ist der Gemeinderat nicht beteiligt. Pläne habe man erst auf Anforderung erhalten, berichtete Kappenstein. „Wir wissen nicht, woran der Ausbau immer wieder scheitert“, sagte Hombach, der der L 279 nicht den Titel einer Straße zugesteht, sondern nur von einer Buckelpiste spricht. Die neue Verzögerung führe dazu, dass es in einem weiteren Winter zu gefährlichen Szenen gerade im Begegnungsverkehr kommen werde. Täglich werde die L 279 von Schulbussen und schweren Lastwagen befahren. Hombach wundert sich in diesem Zusammenhang, dass man von der Elterninitiative nichts mehr höre: „Vielleicht weil der Sprecher inzwischen in der SPD aktiv ist.“

Lob für Anlieger

Immerhin: Mit den Anliegern und Grundstückbesitzern ist offenbar schon gesprochen worden, ein weiterer Termin ist 
für Mitte September angesetzt worden. „Es gibt eine große Bereitschaft, Flächen zu verkaufen oder zu tauschen. Hier versucht keiner zu pokern, um Geld herausholen“, lobt Kappenstein die Bürger.

Neben der L 279 haben die Friesenhagener aber auch die 
L 278 hinter Steeg nicht aus den Augen verloren. Für Ratsmitglied Christel Reuber ist es absolut unverständlich, dass das in einem wesentlich besseren Zustand befindliche Teilstück von der Fa. Kleusberg in Wissen bis zur Landesgrenze auf der Prioritätenliste des Landes stehe, nicht aber die katastrophale Strecke zwischen Steeg und Morsbach. Aber auch gilt die Devise: Abwarten, Mahnen, Erinnern, Abwarten, Mahnen, Erinnern usw. etc. pp.

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