Pressemeldung vom 13. Januar 2005
(Siegener Zeitung)
540 Euro für
Tamilen in Not
JU Friesenhagen organisierte kurzfristig ein
Spenden-Café
sz
Friesenhagen:
Bei einem
Spenden-Café zeigten jetzt die Friesenhagener Solidarität
mit den Opfern der Flutkatastrophe im Indischen Ozean. Die
Junge Union hatte als Veranstalter das Projekt zwar relativ
kurzfristig geplant, doch angesichts des großen Leids der
Menschen in Asien reichte eine Woche Vorbereitungszeit, um
einen Gastredner zu organisieren und Einladungen im ganzen
Ort zu verteilen. So wurde die Veranstaltung im Pfarrheim
mit etwa 30 Teilnehmern, darunter auch Ortsbürgermeister
Werner Würden, gut besucht, heißt es in einem
Pressebericht der JU.
Es gab Kaffee und Kuchen, und ein tamilischer Mitbürger
aus Siegen hielt einen Vortrag über die verheerende
Situation in seiner Heimat, dem Nord-Osten von Sri Lanka.
Der Gast engagiert sich in der Hilfsorganisation
„T.R.0.", die sich seit langem für die Bevölkerungsminderheit
auf Sri Lanka einsetzt. Wie lange es dauern werde, bis die
Schäden repariert und die Felder wieder brauchbar seien, könne
man nicht sagen. Da viele Straßen zerstört seien, müssten
Hilfsgüter oft durch kleine Motorboote transportiert
werden. Außerdem berichtete er, dass die Lage dort durch
den Bürgerkrieg noch erschwert werde. Hilfe für die von
den Tamilen bewohnten Gebiete würde nur durch den Druck
westlicher Staaten zugelassen. Von den für das ganze Land bestimmten Mitteln würde der Nord-Osten nur
wenig mitbekommen, obwohl dieser Teil der Insel schlimmer
betroffen sei als der Süd-Westen.
Die
Veranstaltung ergab einen Erlös von etwa 540 Euro durch
Spenden und den Verkauf von Kaffee und Kuchen. Dieser
Betrag kommt den Flutopfern durch die Organisation des
Gast-
redners zugute. Da der Verein offiziell als gemeinnützig
anerkannt ist und die betroffenen Gebiete gut kennt, ist
aus Sicht der JU eine effiziente und seriöse Verwendung
sichergestellt. |